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Mengen für die Kita-Küche: von den DGE-Werten zur Einkaufsliste

Die DGE nennt Mengen je Kind und Woche, aber als Verzehrmengen. Wie Sie daraus Einkaufsmengen für 25 oder 40 Kinder rechnen, mit den Rohgewichten aus dem Bremer Kita-Konzept.

Von Manuel PereraVeröffentlicht am 28. Oktober 2026
Brokkoli und Reis aus dem Ofen, ein Rezept aus dem Magazin KitaKüche

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für das Mittagessen in der Kita Mengen je Kind und Woche, zum Beispiel rund 600 g Gemüse und Salat für Kinder von vier bis unter sieben Jahren. Das sind Verzehrmengen: „Schäl- und Garverluste sind bereits berücksichtigt“, schreibt die DGE. Für den Einkauf rechnen Sie deshalb besser mit Rohgewichten je Portion, wie sie das Ernährungskonzept von KiTa Bremen angibt, und gleichen nach den ersten Wochen mit Ihren eigenen Erfahrungswerten ab.

Was die DGE vorgibt: Mengen je Kind und Woche

Der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas gibt für fünf Verpflegungstage an, wie oft eine Lebensmittelgruppe auf den Tisch kommt und wie viel ein Kind davon ungefähr isst. Für das Mittagessen mit Mischkost sieht das so aus:

LebensmittelgruppeWie oft in 5 Tagen1 bis unter 4 Jahre4 bis unter 7 Jahre
Getreide, Getreideprodukte, Kartoffelntäglich, mindestens 1 × Vollkornca. 400 gca. 450 g
Gemüse und Salattäglich, mindestens 2 × Rohkostca. 500 gca. 600 g
davon Hülsenfrüchtemindestens 1 ×ca. 70 gca. 90 g
Obstmindestens 2 ×, davon 1 × Stückobstca. 150 gca. 170 g
Milch und Milchproduktemindestens 2 ×ca. 120 gca. 140 g
Fleisch, Wursthöchstens 1 ×ca. 30 gca. 35 g
Fisch1 ×ca. 35 gca. 45 g
Rapsöltäglichca. 20 gca. 25 g

Mengen je Kind für 5 Verpflegungstage zusammen, keine Tagesmengen. Quelle: DGE-Qualitätsstandard Kita 2023, Tabelle 3, S. 42 f.

Die DGE versteht diese Werte ausdrücklich als Orientierung, nicht als feste Größe. Jede Küche soll ihre tatsächlichen Mengen an Erfahrungswerten ausrichten. Für den Speiseplan zählen vor allem die Häufigkeiten: höchstens einmal Fleisch, einmal Fisch, mindestens einmal Hülsenfrüchte und zweimal Rohkost in der Woche.

Warum Verzehrmenge nicht Einkaufsmenge ist

Eine Möhre wird geschält, eine Kartoffel auch, beim Brokkoli bleibt ein Teil des Strunks liegen. Was auf dem Teller landet, wiegt also weniger als das, was Sie bestellen. Bei Nudeln und Reis ist es umgekehrt: Sie nehmen beim Kochen Wasser auf. Das Bremer Konzept nennt für Kinder von vier bis unter sieben Jahren 40 bis 50 g Nudeln oder Reis ungekocht, das sind gekocht 120 bis 150 g auf dem Teller.

Einen allgemeinen Umrechnungsfaktor von Verzehrmenge zu Einkaufsmenge veröffentlicht die DGE nicht. Wir haben auch bei anderen öffentlichen Stellen keine verlässliche Tabelle gefunden, die wir guten Gewissens empfehlen könnten. Deshalb rechnen wir hier nicht mit pauschalen Aufschlägen, sondern mit Rohgewichten je Portion.

Rohgewichte je Portion: die Bremer Tabelle

KiTa Bremen hat 2025 zusammen mit dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) ein Ernährungskonzept herausgegeben. Darin steht eine Tabelle mit Mengen für ein Mittagessen, überwiegend als Rohgewicht. Der Zweck steht gleich dabei: Das soll die Planung des Einkaufs erleichtern. Die Werte stammen laut Konzept aus dem KiTa-Kochbuch von 2019 und den Erfahrungen der Bremer Kinder- und Familienzentren, sie sind also Praxiswerte und keine DGE-Zahlen.

Komponente, Rohgewicht je Portion1 bis unter 4 Jahre4 bis unter 7 Jahre
Rohkost als Vorspeise oder Beilage50 bis 70 g80 bis 100 g
Gemüse als Beilage70 bis 90 g100 bis 120 g
Kartoffeln als Beilage80 bis 100 g120 bis 150 g
Nudeln oder Reis als Beilage, ungekocht25 bis 35 g40 bis 50 g
Fleisch30 bis 50 g50 bis 80 g
Fisch30 bis 50 g50 bis 80 g
Obst, zum Beispiel als Nachtisch60 bis 100 g80 bis 120 g
Milchdessert, zum Beispiel Joghurtspeise60 bis 100 g80 bis 120 g

Quelle: KiTa Bremen und BIPS, Essen & Trinken als Qualitätsmerkmale (2025), Tabelle 4, S. 72. Eintöpfe und Aufläufe nennt die Tabelle nicht als Rohgewicht, sondern als Verzehrmenge (300 bis 400 g für Vier- bis Sechsjährige), deshalb fehlen sie hier.

Bei Fleisch und Fisch liegen die Bremer Portionen über den DGE-Wochenwerten. Das ist kein Widerspruch, solange die Häufigkeit stimmt: Gibt es nur einmal in der Woche Fleisch, darf die eine Portion größer ausfallen.

Rechenbeispiel: 25 und 40 Kinder an einem Tag

Mit den Bremer Rohgewichten für Kinder von vier bis unter sieben Jahren ergeben sich für eine Mahlzeit diese Einkaufsmengen. Die Rechnung ist von uns: Rohgewicht je Kind mal Kinderzahl, ohne Aufschlag.

Komponenteje Kind25 Kinder40 Kinder
Rohkost als Vorspeise oder Beilage80 bis 100 g2 bis 2,5 kg3,2 bis 4 kg
Gemüse als Beilage100 bis 120 g2,5 bis 3 kg4 bis 4,8 kg
Kartoffeln als Beilage120 bis 150 g3 bis 3,75 kg4,8 bis 6 kg
Nudeln oder Reis als Beilage, ungekocht40 bis 50 g1 bis 1,25 kg1,6 bis 2 kg
Fleisch50 bis 80 g1,25 bis 2 kg2 bis 3,2 kg
Fisch50 bis 80 g1,25 bis 2 kg2 bis 3,2 kg
Obst, zum Beispiel als Nachtisch80 bis 120 g2 bis 3 kg3,2 bis 4,8 kg

Drei Dinge machen die Rechnung im Alltag genauer:

  • Altersgruppen getrennt zählen. Dreijährige gehören bei der DGE noch zur Gruppe „1 bis unter 4 Jahre“, für sie gelten die kleineren Portionen. Rechnen Sie Krippe und ältere Kinder getrennt und zählen Sie dann zusammen.
  • Mit gemeldeten Essen rechnen, nicht mit Plätzen. Krankheit, Urlaub und Eingewöhnung verändern die Zahl der Kinder am Tisch. Die Abmeldungen vom Vortag sind die bessere Grundlage als die Platzzahl.
  • Reste messen und nachjustieren. Wiegen Sie zwei, drei Wochen lang, was zurückkommt. Dann sehen Sie, wo Ihre Kinder mehr oder weniger essen als die Tabelle, und passen die Bestellung an.

Frühstück und Zwischenmahlzeiten: hier steckt das meiste Obst

Bietet Ihre Kita auch Frühstück und Zwischenmahlzeiten an, verschiebt sich der Einkauf deutlich. Für diese drei Mahlzeiten zusammen nennt die DGE je Kind von vier bis unter sieben Jahren und Woche rund 1.100 g Obst, 1.100 g Milch und Milchprodukte, 500 g Gemüse und Salat und 350 g Getreide, davon mindestens die Hälfte Vollkorn. Zum Vergleich: Beim Mittagessen sind es nur rund 170 g Obst.

Für 40 Kinder sind das rechnerisch rund 44 kg Obst in der Woche, und zwar als Verzehrmenge, also nach Abzug der Schälverluste. Wer bisher nur das Mittagessen plant, unterschätzt hier schnell die Menge.

Quelle: DGE-Qualitätsstandard Kita 2023, Tabelle 2, S. 40 f. Die Umrechnung auf 40 Kinder ist von uns.

So bestellen Sie das

Unsere Kita-Rezepte rechnen die Zutaten auf jede Kinderzahl um und zeigen, welche Artikel aus dem Sortiment dazu passen. Im Sortiment finden Sie Gemüse, Obst, Reis, Nudeln und Hülsenfrüchte sowie Milchprodukte, jeweils mit Gebindegröße am Artikel.

Sie haben schon eine Einkaufsliste?

Schicken Sie sie uns über die Kita-Anfrage, als PDF, Excel-Datei oder Foto. Wir prüfen Artikel, Gebinde und Liefertage für Ihre Postleitzahl und melden uns mit einem Angebot.

Dieser Beitrag ersetzt keine Ernährungsberatung. Für Kinder mit Allergien oder besonderem Bedarf gelten eigene Regeln, die Sie mit Eltern und Fachkräften abstimmen.

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas, 6. Auflage, 2. korrigierter und aktualisierter Nachdruck 2023, Tabelle 2 (S. 40 f.), Tabelle 3 (S. 42 f.), S. 39, abgerufen am 28. Oktober 2026
  2. KiTa Bremen und BIPS: Essen & Trinken als Qualitätsmerkmale, Neubearbeitung 2025, Tabelle 4 „Angaben für altersgemäße Verzehrmengen innerhalb eines Mittagessens“ mit Fußnote 23 (S. 72), abgerufen am 28. Oktober 2026